Über die Wiener Staatsoper
Sitzplatzkapazität: Die Wiener Staatsoper verfügt über 1.709 Sitzplätze und 567 Stehplätze, die sich auf den Parkettbereich (Parterre), die Logen, den Balkon und die Galerie verteilen.
- Parkett (Parterre): Bietet die beste Akustik und einen direkten Blick auf die Bühne. Die Reihen 6 bis 12 bieten die beste Kombination aus Aussicht und Akustik. Plätze in der ersten Reihe bieten ein intensives Erlebnis, erfordern jedoch möglicherweise, dass Sie den Hals recken müssen.
- Logen: An den Seiten gelegen und mit einem luxuriösen Ambiente. Von den Vordersitzen aus hat man eine hervorragende Sicht, während die Sicht von den Rücksitzen aus teilweise eingeschränkt sein kann.
- Balkon & Galerie: Der Balkon bietet einen freien, erhabenen Ausblick, während die Galerie **bietet kostengünstige Optionen**, kann jedoch teilweise Einschränkungen bei den Sichtverhältnissen aufweisen.
- Stehplätze: Eine hervorragende, kostengünstige Alternative mit guter Akustik; Sie sollten jedoch frühzeitig erscheinen, um sich die besten Plätze zu sichern.
Die besten Plätze und Empfehlungen: Die Plätze in der Mitte des Parketts (Reihen 6 bis 12) garantieren ein Premium-Opernerlebnis. Wenn Sie mehr Beinfreiheit wünschen, wählen Sie bitte einen Gangplatz im Parkett. Vermeiden Sie die Plätze im hinteren Bereich der Galerie, da die Sicht dort eingeschränkt ist.
Die Wiener Staatsoper öffnete am 25. Mai 1869 ihre Pforten mit einer großartigen Aufführung von Mozarts „Don Giovanni“, an der Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth teilnahmen. Ursprünglich trug sie den Namen „Wiener Oper“; nach dem Sturz der Monarchie im Jahr 1918 wurde sie umbenannt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Opernhaus 1945 durch Bombenangriffe schwer beschädigt, sodass nur Teile der Hauptfassade unversehrt blieben. Nach einem Jahrzehnt des Wiederaufbaus wurde es 1955 mit Beethovens „Fidelio“ feierlich wiedereröffnet, was als Symbol für die kulturelle Wiederbelebung Österreichs stand.
Im Laufe der Jahre war das Opernhaus Gastgeber für legendäre Aufführungen mit Größen wie Gustav Mahler, Richard Strauss und Herbert von Karajan. Mit mittlerweile über 350 Aufführungen pro Jahr ist es bis heute ein Eckpfeiler des reichen künstlerischen Erbes Wiens.
- Stil: Die Wiener Staatsoper wurde im Stil der Neorenaissance erbaut und spiegelt die Pracht der europäischen Architektur des 19. Jahrhunderts wider.
- Außenansicht: Die Fassaden besticken Bogenfenster, aufwendige Steinmetzarbeiten und Statuen von Musen. Insbesondere handelte es sich bei dem Gebäude um das erste bedeutende Bauwerk an der Wiener Ringstraße.
- Innenbereich: Im Inneren führt die Große Treppe zu opulenten Sälen, die mit Marmor, Stuckverzierungen und Fresken geschmückt sind. Der nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute Saal vereint klassische Eleganz mit Designelementen der 1950er Jahre.
- Besondere Merkmale: Das „Schwind-Foyer“ zeigt Fresken von Moritz von Schwind, während der „Teesalon“, der einst dem Kaiser vorbehalten war, heute als Veranstaltungsort dient und mit den Monogrammen von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth geschmückt ist.
- Don Giovanni (1869): Mit der Einweihung des Opernhauses setzte Mozarts Meisterwerk hohe Maßstäbe für künftige Aufführungen.
- Ariadne auf Naxos (1916): Richard Strauss’ bahnbrechende Oper, in der sich ernste und komische Elemente vermischen, feierte hier in ihrer überarbeiteten Fassung Premiere und wurde zu einem festen Bestandteil des Repertoires.
- Der Besuch der alten Dame (1971): Die Oper von Gottfried von Einem, die auf dem Theaterstück von Friedrich Dürrenmatt basiert, feierte hier ihre Weltpremiere.
- Die Fledermaus (1979): Die beliebte Operette von Johann Strauss II. wurde unter der Regie von Otto Schenk in einer zeitlosen Inszenierung aufgeführt, die bis heute hochgelobt wird.
- Der Ring des Nibelungen (1986): Wagners epischer Zyklus wurde in einer traditionellen Inszenierung von Otto Schenk präsentiert, die die Highlights des Bekenntnisses der Oper zu klassischen Interpretationen darstellte.
- Don Carlo (1990er Jahre): Verdis tiefgründiges Drama erlebte unter der Regie namhafter Persönlichkeiten bemerkenswerte Inszenierungen, die das Vermächtnis der Oper bereicherten.
- Die Reise nach Reims (1992): Rossinis Ensemblewerk wurde wiederaufgeführt und bereicherte damit das vielfältige Angebot des Hauses.
- Fidelio (2025): Beethovens einzige Oper steht in der aktuellen saisonalen Spielzeit auf dem Programm und setzt damit die Tradition fort, wegweisende Werke aufzuführen.
Wissenswertes
- U-Bahn: Die U-Bahn-Station Karlsplatz, die von den Linien U1, U2 und U4 angefahren wird, liegt etwa 3 Gehminuten vom Opernhaus entfernt.
- Straßenbahn: Die Linien 1, 2, D, 62 und 71 halten am Karlsplatz, der sich direkt vor dem Veranstaltungsort befindet.
- Bus: Die Linie 59A hält ebenfalls am Karlsplatz und bietet somit eine bequeme Anbindung an das Opernhaus.
- Lokale Bahn (Badner Bahn): Der Bahnhof „Wiener Oper“ an der Badner Bahn liegt direkt neben dem Opernhaus und bietet eine direkte Anbindung.
- Parken: Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, befindet sich die Tiefgarage Karntnerstraße (Operngarage) am Herbert-von-Karajan-Platz und bietet direkten Zugang zum Foyer des Opernhauses.
- Fahrrad: Direkt links und rechts neben dem Gebäude sind Fahrradständer verfügbar, an denen Radfahrer ihre Fahrräder sicher anschließen können.
- Taxi: Taxistände befinden sich in günstiger Lage in der Nähe des Haupteingangs, sodass Sie vor und nach den Vorstellungen bequem dorthin gelangen können.
- Garderoben: Kostenlose Garderoben stehen in der Nähe der Eingänge an der Operngasse sowie auf den rechten und linken Balkonen und in der Galerie zur Verfügung. Bitte geben Sie Ihre Mäntel, Jacken und sperrigen Gegenstände ab, damit Sie die Oper unbeschwert genießen können.
- Café-Bar-Aperitivo: Dieses Café befindet sich im Foyer der Oper und bietet eine große Auswahl an Getränken, Speisen und Snacks. Täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, an Vorstellungstagen bis 22:30 Uhr.
- Toiletten: Die Einrichtungen sind über das gesamte Veranstaltungsgelände verteilt, darunter barrierefreie Toiletten in den Kabinen- und Galeriebereichen.
- Merchandising: An ausgewiesenen Verkaufsständen im Opernhaus können Sie Souvenirs und Artikel rund um die Oper erwerben.
- Programmhefte: Diese Hefte sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch erhältlich, bieten Einblicke in die Aufführung und können vor der Show sowie in der Pause am Publikumsdienst erworben werden.
- Rollstuhlplätze: Die Spielstätte verfügt über 4 ausgewiesene Rollstuhlplätze im Orchester und bis zu 18 Plätze auf dem Balkon, jeweils mit einem Begleitersitz. Aufgrund der hohen Nachfrage empfehlen wir Ihnen, Ihren Platz im Voraus zu reservieren.
- Barrierefreie Eingänge: Ein Seiteneingang am Herbert-von-Karajan-Platz ermöglicht über einen Treppenlift und einen Aufzug den Zugang zu den Hauptbereichen und gewährleistet so einen stufenlosen Zugang für Rollstuhlfahrer.
- Assistenztiere: Blindenführhunde und Assistenztiere sind auf dem Gelände willkommen, um Besucher mit Sehbehinderungen zu unterstützen.
- Parken: Gegenüber dem Haupteingang stehen ausgewiesene Parkplätze zur Verfügung, die Ihnen einen bequemen Zugang ermöglichen.
- Kommen Sie frühzeitig: Bitte finden Sie sich mindestens 20 Minuten vor Beginn der Vorstellung am Opernhaus ein, um die besten Plätze zu ergattern und es sich bequem zu machen. Verspätete Besucher werden nur in den Pausen hereingelassen, um eine Störung der Show zu vermeiden.
- Kleiden Sie sich angemessen: Es gibt keine strenge Kleiderordnung, doch Männer tragen häufig Jacketts oder Hemden mit Kragen, während Frauen sich für Kleider oder elegante Kombinationen entscheiden. Vermeiden Sie es, Flip-Flops, Shorts oder allzu legere Kleidung zu tragen.
- Halten Sie sich mit dem Applaus zurück: Vermeiden Sie es, während der Zwischenspiele oder Pausen zu klatschen – warten Sie, bis der Dirigent oder die Darsteller den richtigen Moment signalisieren, in der Regel am Ende eines Aktes oder des Finales.
- Bitte im Voraus für die Buchung sorgen: Tickets können schnell ausverkauft sein, insbesondere bei Vorstellungen mit hoher Beliebtheit. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Tickets einige Tage im Voraus zu reservieren, um die Verfügbarkeit sicherzustellen. Sollten Sie ein begrenztes Budget haben, ziehen Sie bitte den Kauf von Stehplatz-Tickets in Betracht, die 80 Minuten vor jeder Vorstellung verfügbar sind.
- Sehenswürdigkeiten in der Nähe entdecken: Die Oper befindet sich an der Ringstraße, nur wenige Gehminuten vom Albertina-Museum, dem Kunsthistorischen Museum und der Hofburg entfernt. Machen Sie das Beste aus Ihrem Besuch, indem Sie diese kulturellen Schätze vor oder nach der Vorstellung erkunden.
- 1516 Brewing Company (400 m entfernt): Eine Craft-Beer-Kneipe, die Hähnchenschnitzel à la Parisienne (in Butter gebratenes, paniertes Hähnchen), Kalbsgulasch mit Knödeln (Gulaschsuppe) und hausgemachte Tagliatelle mit Rindfleischragout anbietet.
- Restaurant GRND (900 m entfernt): Dieses traditionsreiche Haus, das seit 1860 besteht, bietet eine Fusion aus österreichischer und ukrainischer Küche. Zu den Spezialitäten zählen Borschtsch (Rote-Bete-Suppe) und Hähnchen nach Kiewer Art (panierte Hähnchenbrust, gefüllt mit Kräuterbutter).
- Gastrovienna Wiener Restaurant (900 m entfernt): Ein klassisches Wiener Restaurant, das Wiener Schnitzel, Tafelspitz (gekochtes Rindfleisch mit Meerrettich) und Apfelstrudel (mit Äpfeln gefülltes Gebäck) serviert.
- Donnersmarkt Restaurant & Bar (900 m entfernt): Ein modernes österreichisches Lokal, das unter anderem gegrilltes Zanderfilet (zarter Süßwasserfisch), Wildragout (langsam in Rotwein geschmorter Eintopf) und Kaiserschmarrn (luftige, zerzupfte Pfannkuchen) serviert.
- Rinderwahn (1,6 km entfernt): Ein Gourmet-Burger-Lokal, das für seinen Trüffel-Burger (Rindfleisch mit Trüffelsauce) und seinen Cheeseburger Deluxe bekannt ist.
Häufig gestellte Fragen zur Wiener Staatsoper
Bitte informieren Sie sich unbedingt online über eventuell noch verfügbare Plätze, da durch Stornierungen manchmal Plätze frei werden. Sollten die regulären Tickets ausverkauft sein, empfehlen wir Ihnen die Stehplatz-Tickets, die 90 Minuten vor Vorstellungsbeginn am dafür vorgesehenen Schalter des Opernhauses erhältlich sind. Kommen Sie bitte frühzeitig, da es zu langen Warteschlangen kommen kann.
Auf jeden Fall! Die Wiener Staatsoper bietet ein vielfältiges Programm, darunter kürzere Konzerte und bekannte Klassiker, die sich hervorragend für Einsteiger eignen. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit der Oper haben, sollten Sie eine berühmte Mozart- oder Verdi-Inszenierung in Betracht ziehen, da diese in der Regel fesselnder und zugänglicher sind.
Die Wiener Staatsoper befindet sich am Opernring 2, 1010 Wien, Österreich, an der berühmten Ringstraße im Stadtzentrum.
Bitte kommen Sie mindestens 20 Minuten vor Beginn der Vorstellung, damit Sie genügend Zeit haben, Ihren Platz zu finden und es sich bequem zu machen.
Zwar gibt es keine strenge Kleiderordnung, doch kleiden sich die meisten Gäste elegant, insbesondere bei Abendvorstellungen – denken Sie an Business-Casual. Wenn Sie an einer Premiere oder einer Gala teilnehmen, sollten Sie damit rechnen, Männer in Anzügen und Frauen in Abendkleidern zu sehen, wobei ein schickes Hemd und eine Anzughose durchaus akzeptabel sind.
Nein, das Mitbringen von Speisen und Getränken ist nicht gestattet im Zuschauerraum, und vom Essen während der Vorstellung wird abgeraten. Sie können jedoch vor der Show oder während der Pause im eleganten Operncafé sowie in den Bars innerhalb des Veranstaltungsortes Erfrischungen genießen.
Ja! Das Opernhaus stellt an jedem Platz individuelle Untertitelbildschirme zur Verfügung, die Übersetzungen in Deutsch, Englisch und weiteren Sprachen anbieten. Dadurch lässt sich die Handlung leichter verfolgen, auch wenn Sie die Originalsprache der Aufführung nicht fließend beherrschen.
Die Dauer variiert je nach Aufführung, doch die meisten Opern in voller Länge dauern 2,5 bis 3,5 Stunden, einschließlich der Pausen. Kürzere Konzerte und Sonderaufführungen, wie beispielsweise Konzerte der Wiener Philharmoniker, dauern in der Regel 60 bis 90 Minuten.
Nein, das Fotografieren und Filmen ist während der Vorstellungen strengstens untersagt, um die Rechte der Künstler zu schützen. Sie können jedoch vor der Show, in der Pause sowie im großen Foyer**, einem der am häufigsten fotografierten Bereiche im Opernhaus, Fotos machen.
Die meisten Opern in voller Länge und Konzerte haben mindestens eine Pause, in der Sie sich ein Getränk holen, die wunderschöne Innenausstattung bewundern oder sich einfach die Beine vertreten können. Sollten Sie eine kürzere Vorstellung besuchen, führen Sie bitte im Voraus einen Check-in durch, da manche Vorstellungen möglicherweise ohne Pause stattfinden.
Wenn Sie die beste Sicht und den besten Klang wünschen, sollten Sie sich die vorderen Reihen auf dem Balkon oder die mittlere Parkettreihe aussuchen, da diese eine perfekte Balance zwischen Akustik und Sicht bieten. Doch selbst der preisgünstige Stehplatzbereich bietet ein hervorragendes Erlebnis, insbesondere für diejenigen, denen es nichts ausmacht, längere Zeit zu stehen.
Das Opernhaus liegt in der Nähe bedeutender Sehenswürdigkeiten, darunter das Albertina-Museum, das für seine Weltklasse-Sammlung grafischer Kunst bekannt ist, das Kunsthistorisches Museum, das die weltweit größte Bruegel-Sammlung beherbergt, sowie die Hofburg, die ehemalige kaiserliche Residenz der Habsburger.
